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In: Marcel Proust: Bewegendes und Bewegtes
In: Intermedialität - Analog /Digital
In: Die Korrespondenz der Sinne
In: Marcel Proust - Gattungsgrenzen und Epochenschwelle
Wahrnehmungsästhetische und intermediale Aspekte im Werk von Proust
Editors: Uta Felten and Volker Roloff
Dieses Buch wendet sich – über den Kreis der Proust-Kenner hinaus – an ein größeres Publikum, das sich, in einem Grenzbereich von Philosophie, Psychologie, Literatur- und Medienwis-senschaft, mit Theorien der Wahr-nehmung, der Sinne, des Imaginären und der Intermedialität beschäftigt. Dass Diskussionen auf diesem Gebiet – von Benjamin über Husserl und Barthes bis hin zu Belting – direkt oder indirekt zu Prousts Recherche führen, zeigen die Beiträge der Publikation auf eindrucksvolle Weise. Deutlich wird darüber hinaus, dass die Analyse der Korrespondenz der Sinne zentrale Probleme der gegenwärtigen Medien-ästhetik und Medienanthropologie betrifft.
In: Die Korrespondenz der Sinne
In: Die Korrespondenz der Sinne
In: Die Korrespondenz der Sinne
Zur Decodierung von Intimität bei Marcel Proust
Die Beiträge des Bandes fragen nach den bei Marcel Proust wirksamen 'Liebes-Konzepten' und loten ihre Distanz zu einer zwar massenmedial trivialisierten, aber weiterhin sozial wirksamen romantischen Liebessemantik aus. Das sich um 1800 gegen das alteuropäische Allianzdispositiv auf der Basis von 'Neigung' ausdifferenzierende und autonom setztende Kommunikations- medium Liebe unterliegt in der Folge selbst einem rasch voranschreitenden Differenzierungs- und Decodierungsprozeß, der nicht zuletzt den von sozio- logischer Seite (Niklas Luhmann) unverändert unterstellten Zusammenhang von romantischer Liebe, Familialismus und Prokreation sowie von romantischer Liebe und Individualitätssemantik auflöst. Diese kulturellen Erosionsprozesse des Mediums Liebe beschreibt – im Medium der Literatur im 20. Jahrhundert kein anderer Autor mit solcher Präzision wie Marcel Proust.