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Author: Wilhelm Berger
Drei Erfahrungen sind heute zentral: die Unterbrechung aller Kontinuitäten; die Erfahrung, dass ein jeweiliges Geschehen nicht aus tieferen Ursachen resultiert, sondern, wie an der Börse, nur ein Effekt eines anderen Geschehens, also von Wechselwirkungen ist; schliesslich die Erfahrung einer ungeheuren Beschleunigung, in der jemand oder etwas einzig als Bewegung oder als dynamisches Verhalten existiert. Ereignis, Immanenz und Prozessualität sind Namen, die für diese Erfahrungen eingesetzt werden können. Sie be-schreiben gleichzeitig eine auf Dauer gestellte Krise. Sie wird als Krise im Anfangen interpretiert und es geht darum, den Begriff des Anfangens neu zu reflektieren. Dabei wird in die Anfänge der Philosophie zurückgedacht: Parmenides, Heraklit und Protagoras sind Denker des Anfangens im radikalen Sinne. Die aus einer Ontologie des Anfangens gewonnenen Kategorien werden dann in unterschiedlichen Gegenstandsbereichen erprobt: Technologie, Sozialpsychologie, Politik. Dabei geht es im Kern darum, einen philosophischen Technikbegriff auszuarbeiten, der insbesondere den Herausforderungen der neuen Technologien gerecht werden kann.
In: Neugier
In: Neugier
In: Neugier
In: Neugier
In: Neugier
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In diesem Buch geht es um Neugier als Triebfeder in Wissenschaft und Kunst.
Neugier ist lustvoll. Die Wissenschaft trennt Leidenschaft und Vernunft. Neugier ist fragwürdig. Die Kunst verbindet Sinnlichkeit und Erkenntnis. Neugier ist unabdingbar. Sie sucht nicht nach der bestimmbaren Wissenslücke, sondern nach Unverfügbarem, Unerwartbarem. Der unbedingte Wille, etwas zu sehen, zu hören, zu wissen, eignet sowohl den Wissenschaften als auch den Künsten. Beider Geschichte ist bevölkert von Gestalten, die sich aus aller Konvention hinaus- und in Extreme hineinbegeben haben. Der Bruch mit dem Gewöhnlichen erweist sich als Bruch mit tradierten Ausdrucksformen. Das Buch erörtert daher auch die Möglichkeit des Zeigens als Alternative zum Behaupten.
Mit Beiträgen von Wilhelm Berger, Elke Bippus, Bazon Brock, Florian Dombois, Adreis Echzehn (Bilder), Pasquale Gagliardi, Julian Klein, Eva Meyer, Elfie Miklautz, Michaela Ott, Hans-Jörg Rheinberger, Andrea Rüdig.
Warum fasziniert uns Kleist mit neuer Intensität? Was ist das Besondere am Kleist-Erlebnis; wie lässt es sich beschreiben? Welche Affinitäten und Konvergenzen bestehen zwischen Kleists eigentümlichen Darstellungen und unserer Gegenwartskultur? Der Rezeptionsboom, den die Texte Kleists in den letzten Jahren erfahren haben, scheint sich nicht primär überraschenden Funden, neuen Anschlüssen an gegenwärtige Theorieformen oder anderen Möglichkeiten ihrer Aktualisierung zu verdanken, sondern Kleists ganz eigentümlichen Denkformen und Schreibweisen. Die Beobachtungen und Beschreibungen seiner Intensität, seiner Plötzlichkeit, seiner eigentümlichen Textwelten und Haltungen erregen darüber hinaus auch kulturdiagnostisches Interesse: auf welche kulturelle Disposition treffen Kleists Texte mit neuer Wucht? Mit Beiträgen von Günter Blamberger, Karl Heinz Bohrer, Hans Ulrich Gumbrecht, Wilhelm Voßkamp, David E. Wellbery u. a.