Search Results

You are looking at 1 - 10 of 11 items for

  • Author or Editor: Wolfgang Asholt x
  • Search level: All x
Clear All
In: Freiheit und Zwang
In: Wort Macht Stamm
In: Anfänge vom Ende
In: Le Pont des Arts
Author: Wolfgang Asholt

This paper explores Christoph Schlingensief’s performative projects Please love Austria (2000) and 2nd Surrealist Manifesto: Kill Helmut Kohl and their avant-garde character by comparing them to such Dadaist and Surrealist predecessors as S’il vous plaît (1920), Le Coeur à gaz (1923) and Le Trésor des Jésuites (1928). Discussing the status of theatre in the practice and theory of the avant garde, the chapter questions whether Schlingensief’s strategies to distort the distinction between theatre and reality, stage and audience, expanded the realm of art, or whether his efforts merely re-enacted the legendary failure or death of the avant garde. These questions become of particular interest when Schlingensief explicitly draws on Surrealism with his 1996 Prater Spectacle 2nd Surrealist Manifesto: Kill Helmut Kohl: this event was intimately involved in the institutional framework of the Volksbühne, but at the same time plays with the idea of breaking these ties. Audience participation and enraging the masses and the media hint at the idea of dissolving the distinction between life and art; yet do they fully achieve a new unity of art and life?

In: Christoph Schlingensief und die Avantgarde
Author: Wolfgang Asholt

This overview of five core theories of the avant garde (Peter Bürger, Niklas Luhmann, Pierre Bourdieu, Paul Mann, Andreas Reckwitz) provides a provisional framework and toolkit with which to approach Christoph Schlingensief’s artistic works. However, the paper also takes cognisance of the limits of theory in general and its particular shortcomings in terms of Schlingensief’s transgressive art.

In: Christoph Schlingensief und die Avantgarde
Schreibweisen des Naturalismus in der Romania
Series:  Anfänge
Der Naturalismus ist Symptom einer modernen Wissenskonfiguration, die die metaphysische Ordnung ersetzt hat. Seine Vertreter entsprechen dem Wandel, indem sie sich und ihre ästhetische Praxis im Rekurs auf die natürliche Dingwelt legitimieren, deren Gesetze die positiven Wissenschaften ausformulieren.
Die Forschung hat indes gezeigt, dass der Naturalismus zu seinem Programm quersteht. Er gehorcht einem phantasmatischen Legat, das dem szientistischen Anfang ein Ende bereitet. Historisch steht die Bewegung an der Schwelle zu einer unhintergehbaren Demokratie, für die die Autoren noch keine Sprache besitzen. Der Naturalismus steht zwischen der Stilllegung im positivistischen Programm und einem politischen Imaginären, das jenes Programm unterwandert. Die Beiträge zeigen, wie die naturalistischen Schreibweisen auch jenseits ihrer französischen Heimat die ästhetisch-ideologischen Widersprüche der Moderne hervortreiben.
Studien zu ihrer Interdependenz von der Aufklärung bis zur Gegenwart
Der Band durchleuchtet das keineswegs einfach oppositive Verhältnis von Freiheit und Zwang, wie es sich seit der Formierung der Moderne in der Aufklärung entwickelt hat – politisch, philosophisch, anthropologisch, ästhetisch.
Freiheit und Zwang stellen nur auf den ersten Blick binäre Gegensätze dar. Das eine kann graduell und oft unmerklich in das andere übergehen, und beide sind ohne das jeweils andere nicht denkbar. Häufig stehen Freiheit und Zwang in einem – negativen oder positiven – dialektischen Verhältnis zueinander, in dem sie sich gegenseitig bedingen und steigern oder aber unterminieren. Oder sind Freiheit und Zwang in der Moderne sogar zunehmend ununterscheidbar geworden? Der Band verleiht diesem schillernden Vexierbild in vier Abteilungen Ordnung und Struktur: I. Politik und Ökonomie, II. Institutionen und Lebensführung, III. Physiologische Dimensionen, IV. Ästhetische Verhandlungen.
Rassismus und Determinismus in der Philologie (18./19. Jh.)
Trotz weitreichender Erkenntnisse über die (pseudo)wissenschaftliche Gestalt des europäischen Rassismus ist die Relevanz der Philologie in dieser Frage bisher nicht systematisch erforscht worden.
Wenn die »Ursünde« der modernen Anthropologie nach Claude Lévi-Strauss die Vermengung biologischer Konzepte mit den sozialen und psychologischen Produktionen der verschiedenen Kulturen war, so besteht sie im Fall der Philologie in der Vermengung von sprachlichen, schriftsystemischen und textkulturellen Kategorien mit den kognitiven Potentialen
der Sprecher/Schreiber verschiedener Kulturen. Dieses Buch geht der Herausbildung und der Entwicklung des rassenlogischen Diskurses im langen 19. Jahrhundert nach.
Christoph Schlingensief lebt, die Avantgarde lebt. Beide totzusagen, wäre ein Abgesang auf die transformative Kraft der Kunst. Christoph Schlingensief setzte sich in seiner Arbeit über mehr als vier hochproduktive Jahrzehnte mit avantgardistischen Bewegungen der Musik, der darstellenden und bildenden Künste, der Literatur und des Films auseinander. Seine heterogenen Verweise stellen die Vielfalt dessen aus, was zwischen der performativen Lautmalerei des Dadaismus und dem erweiterten Kunstbegriff von Joseph Beuys als Avantgarde gilt. In den Analysen, Theoriediskussionen und Erinnerungen dieses Bandes, die sich den prominentesten Bezugnahmen in Schlingensiefs Filmen, Inszenierungen, Aktionen und Installationen auf avantgardistische Stilrichtungen und Programme widmen, wird somit auch deutlich, wie Schlingensief selbst avantgardistisch wirksam wurde, und die Kunstwelt in ihrem Selbstverständnis transformierte und belebte.