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In: Helmut Lachenmann: Musik mit Bildern?
In: Guernica
In: Guernica
In: Guernica
In: Guernica
Series:  Eikones
Die Bedeutung einer Dialektik von Hören und Sehen erscheint nicht allein für Helmut Lachenmanns Texte besonders evident. Es ist vielmehr seine Musik selbst, die die Frage nach der Bildlichkeit von Musik austrägt und sie zu einem der zentralen Aspekte seines komposito-rischen Denkens macht. Die Musik und die Ästhetik Lachenmanns werden im vorliegenden Buch im Kontext des iconic turn reflektiert und diskutiert. Dabei werden Themen verhandelt, die von der konkreten Frage nach der Rolle der Ikonizität fürs Komponieren über die Problematisierung des Verhältnisses von Bild und Klang bei Lachenmann – insbesondere im Bühnenwerk Das Mädchen mit den Schwefelhölzern – bis zur Relation von visueller Gestalt und akustischer Intention in den Skizzen reicht. Das Buch schließt ein Gespräch mit Gottfried Boehm und dem Komponisten ein.
Über Gewalt und politische Kunst
Die Zerstörung der baskischen Stadt Gernika am 26. April 1937 gilt als das Symbol für die Grausamkeit des Krieges. Diese Bedeutung verdankt sie letztlich einem einzigen Kunstwerk, nämlich Picassos Bild "Guernica". Dieses Gemälde hat auch wie kein anderes Werk der Kunstgeschichte andere Künstlerinnen und Künstler zu eigenem Schaffen angeregt. Wenn es heißt, die mit dem Spanischen Bürgerkrieg verbundenen Schrecken hätten in Malerei, Dichtung, Musik und anderen künstlerischen Disziplinen tiefe Spuren hinterlassen, so werden damit insbesondere Spuren angesprochen, die der von Picasso in seinem Bild ausgedrückte Schrecken bewirkt hat. Die Ausstrahlung von Picassos Werk auf andere Kunstschaffende, etwa auf Paul Éluard, ist zum Teil seit langem bekannt; in ihrer Gesamtheit und Vielfalt war sie bislang jedoch wissenschaftlich noch kaum aufgearbeitet. Im vorliegenden Band wird nun versucht, neben einer Darlegung der historischen Hintergründe und Konsequenzen der Zerstörung von Gernika zumindest einige wesentliche Aspekte der Wirkungsgeschichte von Picassos "Jahrhundertbild" ein gehend zu diskutieren, ebenso aber auch seine Beschäftigung mit Krieg im Allgemeinen. Diese zeigt sich ja nicht nur in "Guernica", sondern etwa auch in seinem Schaffen während der deutschen Besatzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg sowie in der Auseinandersetzung mit dem "Massaker in Korea" im Jahre 1951.