Die Ritterromane Chrestiens de Troyes
Wenn Erich Auerbach im Auszug des höfischen Ritters die Funktionskrise des feudalen Standes sieht, so benennt er damit einen politischen Strukturwandel, von dem der
Ritterroman entstehungsgeschichtlich bedingt wird.
Chrestiens de Troyes Erzählwerk lässt sich neu lesen: Als politisch sinnhafte Fiktion, die jenen historischen Übergang imaginär aufarbeitet, der sich von Feudalkönigtum zur souveränen Monarchie vollzieht. Dem politischen Umbruch seiner Epoche begegnet Chrestien mit einem Abenteuernarrativ, das fiktive Krisenbewältigung und die Projektion neuer Herrschaftsformen gleichermaßen leistet. Seine Ritterhelden werden als neue Subjekte der Herrschaft entworfen. Subjektwerdung und christliche Zeit finden dabei nicht nur in einer typologischen Erfüllungsstruktur ihre Entsprechung. Mit der Figur des »Aufhalters« bringt Chrestien auch die Endzeit in eine politische Theologie ein.
in Artificios
in Planet Rousseau
in Von der Dekadenz zu den neuen Lebensdiskursen
in Subjekt der Herrschaft und christliche Zeit
in Subjekt der Herrschaft und christliche Zeit
in Subjekt der Herrschaft und christliche Zeit
in Subjekt der Herrschaft und christliche Zeit
in Subjekt der Herrschaft und christliche Zeit
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