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  • Author or Editor: Yanan Qizhi x
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Author: Yanan Qizhi

This article explores the complexity of Lutherans’ dreams about death in the sixteenth and seventeenth centuries by contextualizing and historicizing several dream narratives in funeral sermons and other devotional writings. Contemporary dream theories acknowledged both the physical and the spiritual dimensions of dreams. Protestant discourses created new conditions for dreaming as a legitimate form of religious experience related to death. Even the rise of Lutheran orthodoxy did not silence all talk about dreams. Instead, reports on divine dreams persisted in funeral sermons and other forms of published works throughout the seventeenth century. Publishing and reading activities further contributed to the emergence of patterns in narrating and interpreting dreams. The historical development of the Lutheran Church and the practical need for everyday devotion provided the foundation for the recording and interpretation of dreams. All in all, by regulating the relationship between the dreamer (the dying) and the dream interpreter (the pastor), as well as by providing registers for devotional norms and imageries, religion played a powerful role in shaping early modern Lutherans’ dreams about death on both discursive and experiential levels.

In: An den Rändern des Lebens
Träume vom Sterben und Geborenwerden in den Künsten
Sterben und Geborenwerden liegen an oder jenseits der Grenzen des Lebens. Damit kommen sie stets entweder zu früh oder zu spät, um als authentische eigene Erfahrung mitgeteilt werden zu können. Träume hingegen vermögen in Form von Fiktionen, Imaginationen und Inszenierungen ästhetische Erfahrungsräume für diese extremen körperlichen Übergänge zu eröffnen. In Träumen vom Lebensanfang und Lebensende werden das ohnehin Rätselhafte des Traums, seine Missachtung der physikalischen Gesetze von Zeit und Raum sowie die Infragestellung kultureller Modelle von Identität, Kohärenz und Rationalität noch potenziert. Literarisch-künstlerische Traumerzählungen und Traumbilder finden höchst originelle Ausdrucksformen, um das Abwesende, Unvorstellbare oder nicht realistisch Erzählbare zu vergegenwärtigen und zu vermitteln: Von der klassischen Antike bis in die Gegenwart hinein lassen sich unzählige Träume in Literatur, Kunst, Musik, Theater und Film ausmachen, bei denen die leibliche und sinnliche Erfahrung von den Grenzen des Lebens im Mittelpunkt steht. Solchen Phänomenen des geträumten Geborenwerdens und Sterbens, seinen Wissensdiskursen sowie seinen komplexen künstlerischen Realisierungen widmet sich dieser Band, der sich im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« als Beitrag zu einer Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte des Traums versteht.