HerausgeberInnen: Stefanie Diekmann und Volker Wortmann
Wenn die Apparate aus dem täglichen Umfeld verschwinden, tauchen sie an anderer Stelle wieder auf: als Objekte der Reminiszenz, als Gegenstand der künstlerischen Erforschung und der musealen Inszenierung.
Die neuere Mediengeschichte erscheint als eine Geschichte der Dematerialisierung. Sukzessive Auflösung der verschiedensten Medienapparate im Zuge der Digitalisierung, Ausdünnung der materialen Hardware und Reduktion von Schnittstellen. Wenn aber die Gegenwart der Mediennutzung von einem umfassenden Rück- und Abbau des Apparativen bestimmt wird, so findet dieser Abbau seine Gegenbewegung in einer Konjunktur von Inszenierungen des Apparativen, die ihre Schauplätze abseits des Technikmuseums im Kunstmuseum, im Programmkino und auf der Theaterbühne haben. Vor diesem Hintergrund perspektiviert der Begriff der „Attraktion“ sowohl die Exposition und Mise en scène von Apparaturen als auch eine Zäsur innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie.
Medien der Ungewissheit
In einer Welt voller Ungewissheit sind Medien Techniken zu deren Bewältigung. In diesem Buch werden die medialen Konfigurationen Bild und Spiel daher über ihren jeweiligen Umgang mit Ungewissheit in Beziehung gesetzt. Diese Arbeit geht davon aus, dass die Auseinandersetzung mit Ungewissheit mehr denn je den geistigen Problemhorizont der Gegenwart bestimmt und auch zukünftig bestimmen wird. Die Rolle der Medien besteht dabei unter anderem darin, die paradoxe Erfahrung, dass alles kontingent ist, außer der Kontingenz selbst, in einen Umgang mit Ungewissheit zu transformieren, in dem letztere zwar nicht getilgt, aber eben „umgänglich“ gemacht wird. Hier liegt der Einsatzpunkt des Buches: Formen des Wissensgenerierung, die sich des Spiels bedienen, um mit Kontingenz umzugehen.
A woman is implicated in an assassination and captured on CCTV. Instead of looking for a truth behind the image – is she really guilty? – the writer and curator Shumon Basar dives deeper into the image itself. The kaleidoscopic result of this “paranoid, associative portrait” is the gateway for the authors of this volume to meme Basar’s encounter with the digital image and to unfold what can be recognized as a post-digital image practice.
To cut, to split, to reformat, to rearrange, to zoom – these techniques mix up the relation of reality and its representations and show that questions concerning the truthfulness of images under post-digital circumstances come to a dead end. The mimetic status of imagery, the search for the one and only original or false copy becomes an unsolvable quest in a world that is overloaded with images. What the authors of this volume therefore call for is not to neglect the concept of mimesis but to treat it as even more important – though as a dynamic not as a normative, hierarchical ranking tool.
in Re-/Dissolving Mimesis
in Re-/Dissolving Mimesis
in Re-/Dissolving Mimesis
in Re-/Dissolving Mimesis
in Re-/Dissolving Mimesis
in Re-/Dissolving Mimesis
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