Wir über uns

 

Der Wilhelm Fink Verlag, 1962 vom gleichnamigen Verleger gegründet, deckt ein breites Spektrum dessen ab, was man heute unter dem Dach der Kulturwissenschaften zusammenfassen könnte. Er wurde zuletzt anlässlich seines inzwischen mehr als 50-jährigen Bestehens von zahlreicher Seite gewürdigt; nicht ohne Grund hat ihn die Süddeutsche Zeitung als „Kreativpool der Geisteswissenschaften” bezeichnet.

 

Angefangen hat alles mit einer Auswahl philologischer Schriften. Insbesondere die Slavistik bildete in den Anfangsjahren ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Verlags. In den späten 70er Jahren erweiterte der Fink Verlag das Programm um wichtige Werke aus der Philosophie, der Bild- und Kunst- sowie der Kulturwissenschaft und schaffte es, den Verlag in diesen Bereichen zu etablieren. Dies gelang nicht zuletzt durch Autoren wie Jaques Derrida, Gilles Deleuze, Georges Didi-Huberman, Gérard Genette oder Friedrich Kittler, um nur einige zu nennen. Heute publiziert der Verlag wichtige Reihen zur neuesten Forschung wie z.B. eikones, Bild und Text (Kunst), Trajekte (Literatur), Film denken und Photogramme (Medien) sowie Übergänge (Philosophie). Überdies betreut unser Haus die Edition bedeutender Werkausgaben, darunter die Schriften von Johan Huizinga und Susan Taubes – jüngst dazu gekommen sind Friedrich Kittlers Gesammelte Schriften.

 

Doch nicht nur seine Rolle in der aktuellen Forschung, sondern auch die Förderung junger Nachwuchswissenschaftler liegt dem Fink Verlag am Herzen. Noch immer gilt eine Publikation bei dem früher in München, heute in Paderborn ansässigen Verlag als Empfehlung für eine wissenschaftliche Karriere.

 

Unter den zahlreichen Titeln, die in den letzten Jahren erschienen sind, finden sich Monographien und Übersetzungen solch bedeutender Autoren und Autorinnen wie etwa Victor Stoichita, Thomas Macho, Josef Früchtl, Gertrud Koch, Christiane Voss, Martin Gessmann, Bernd Stiegler, Bernhard Waldenfels, Sigrid Weigel, Gottfried Boehm, Ludwig Jäger, Gernot Böhme und Hartmut Böhme, Eva Geulen, Nobert Bolz, Karlheinz Stierle, Peter Strasser, Aleida und Jan Assmann und vieler anderer.

 

Auch die langjährige Zusammenarbeit mit der Universität Konstanz hat Früchte getragen. In den Anfangsjahren des Verlags bildete die berühmteste deutsche Nachkriegs-Forschergruppe Poetik & Hermeneutik einen wichtigen Teil des Verlagsprogramms. Diese produktive Form der Kollaboration wurde mit der Forschergruppe Archäologie der literarischen Kommunikation fortgeführt und beibehalten, aktuell etwa mit der Münchener Forschergruppe Anfänge. 2010 wurde dann der Verlag Konstanz University Press als Imprint vom Fink Verlag gegründet. Noch im Herbst desselben Jahres veröffentlichte Konstanz University Press die ersten sechs Titel – inzwischen ist eine stattliche Anzahl hinzugekommen, darunter Publikationen von so renommierten Denkern wie Slavoj Žižek, Michael Taussig, H.G. Adler, Alexander Garcia DüttmannWolfgang Iser und Albrecht Koschorke.