Autorinnen und Autoren

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Autorinnen und Autoren

Jens Birkmeyer ist seit 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Auf sein Studium an der Goethe-Universität in Frankfurt a.M. (Germanistik, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Philosophie) folgte dort die Promotion in Germanistik 1992. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, Holocaustliteratur und Erinnerungskultur sowie ethische und ästhetische Diskurse der Literaturdidaktik. Ausgewählte Publikationen: Bilder des Schreckens (1994), Erinnern des Holocaust (2006), Holocaust-Literatur und Deutschunterricht (2007), Holocaust im Deutschunterricht (2010).

Gernot Böhme war von 1977–2002 Professor für Philosophie an der TU Darmstadt. Seit 2005 ist er Direktor des Instituts für Praxis der Philosophie in Darmstadt und Vorsitzender der Darmstädter Goethegesellschaft. Seine Arbeitsgebiete betreffen die Klassische Philosophie, die Wissenschaftsforschung, die Theorie der Zeit, die Naturphilosophie, Ethik, Ästhetik und Biographik. Ausgewählte Publikationen: Atmospheric Architectures. The Aesthetics of Felt Spaces (2017), Atmosphäre. Essays zur Neuen Ästhetik (1995, 3. Aufl. der erweiterten Fassung 2017), Aisthetik. Vorlesungen über Ästhetik als allgemeine Wahrnehmungslehre (2001), The Aesthetics of Atmospheres (2017), Ästhetischer Kapitalismus (2016).

Horst Bredekamp promovierte nach dem Studium in Kiel, München, Berlin und Marburg 1974 im Fach Kunstgeschichte. Auf ein Volontariat am Liebieghaus in Frankfurt a.M. folgte zunächst die Assistenz, dann die Professur für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Seit 1993 Professor für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität war er von 2003 bis 2013 zudem Permanent Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Seit 2013 ist er einer der Sprecher des Exzellenzclusters „Bild Wissen Gestaltung“. Von 2015–2018 war er Mitglied der Gründungsintendanz des Humboldt Forums Berlin. Neben zahlreichen Auszeichnungen wurde er in vier wissenschaftliche Akademien berufen, darunter in die American Academy for Arts and Sciences (2016) und in den Orden Pour Le Mérite für Wissenschaft und Forschung aufgenommen (2014). Er hat knapp 30 Bücher und mehr als 600 wissenschaftliche Aufsätze verfasst.

Antonia Egel hat eine Lise-Meitner-Stelle an der Universität Salzburg und in diesem Rahmen die Leitung des Forschungsprojektes „Kollektiv Individuell. Der Chor im Drama des 20. Jahrhunderts“ inne. Neben Assistenzen in Freiburg und Salzburg war sie in Forschungs- und Lehrtätigkeit zu Gast in Turin, Boston und Nishinomiya. Sie studierte Deutsch und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien sowie Philosophie. 2013 wurde sie promoviert an der Universität Freiburg mit der Arbeit „Musik ist Schöpfung. Rilkes musikalische Poetik.“ Weitere ausgewählte Publikationen: Warum lesen und wenn ja, dann was? Literarische Bildung und politische Gemeinschaft. In: International Yearbook for Hermeneutics 15 (2016), Standpunkt und Blickrichtungen. Über das Interpretieren literarischer Texte. In: Freiburger Universitätsblätter 217 (2017) H.3, Wenn Bilder singen. Barnett Newmans Cantos. In: International Yearbook for Hermeneutics 16 (2017), Gespräch über Bilder. In: Keummi Paik-Bauermeister, Neue Arbeiten (2018, zusammen mit Günter Figal), Freiträumen. Über Peter Handkes Schauspiel Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße mit Abstechern zu Wim Wenders’ pina. Ein Film für Pina Bausch. In: Tobias Keiling/ Robert Krause/ Heidi Liedke, Muße und Moderne (2018).

Günter Figal ist emeritierter Professor für Philosophie an der Universität Freiburg. Er studierte Philosophie und Germanistik in Heidelberg, wurde dort 1976 in Philosophie promoviert und habilitierte sich 1987. Von 1989 bis 2002 war er Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, von 2002 bis 2017 Ordinarius für Philosophie an der Universität Freiburg im Breisgau. Er hatte zahlreiche Gastprofessuren inne, u.a. an der Kwansei Gakuin Universität in Nishinomiya, als Inhaber des Kardinal-Mercier-Lehrstuhls an der Universität Leuven, als Gadamer Distinguished Visiting Professor am Boston College und an der Universität Turin als Inhaber des International Chair of Philosophy Jacques Derrida. Seine Manuskripte und Korrespondenzen werden seit 2015 vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar archiviert. Ausgewählte Publikationen: Ando. Raum Architektur Moderne (2017), Freiräume. Phänomenologie und Hermeneutik (2017), Unscheinbarkeit. Der Raum der Phänomenologie (2015), Martin Heidegger. Phänomenologie der Freiheit, revidierte Neuauflage (2013), Erscheinungsdinge. Ästhetik als Phänomenologie (2010), Gegenständlichkeit (2006, ūberarbeitete zweite Aufl. 2018).

Hans Ulrich Gumbrecht war von 1989 bis 2018 Albert Guérard Professor in Literature am Department of Comparative Literature der Stanford University. Er studierte Romanistik, Germanistik, Philosophie und Soziologie in Deutschland, Spanien und Italien, habilitierte sich 1974 in Konstanz und lehrte danach von 1975 bis 1982 an der Universität in Bochum und von 1983 bis 1989 an der Gesamthochschule Siegen. Er war Gastprofessor an Universitäten verschiedener Länder, unter anderem an der Université de Montreal, am Collège de France und an der Zeppelin Universität. Zu seinen Arbeitsgebieten gehören die Literatur und Philosophie des Mittelalters, des 18. und des frühen 20. Jahrhunderts und Phänomene der Alltagsästhetik in der Gegenwart. Ausgewählte Publikationen: Diesseits der Hermeneutik. Über die Produktion von Präsenz (2004), Unsere breite Gegenwart (2011), Präsenz (2012), Nach 1945. Latenz als Ursprung der Gegenwart (2012), Der Weltgeist in Silicon Valley. Leben und Denken im Zukunftsmodus (2018). Prosa der Welt: Diderot, Goya, Lichtenberg, Mozart (2020) Rhythmus und Imagination (2020, mit Anja Pompe).

Anselm Haverkamp ist Emeritus of English in New York und der Europa-Universität Viadrina sowie Honorarprofessor für Philosophie der LMU München. Er studierte in Freiburg im Breisgau, Zürich, Bonn und Konstanz. Seine Arbeiten zu Rhetorik und Ästhetik, insbesondere zu Metapher und Allegorie, haben zu einer Theorie der Latenz geführt, die in philosophischer Hinsicht und literarhistorischer Hinsicht ausgeführt worden ist. Arbeiten zu Sprach- und Bildtheorie sind aus dem Umgang mit Benjamin und Derrida, Stanley Cavell und Hans Blumenberg hervorgegangen, dessen Werk Anlass zu durchgehender Beschäftigung war. So hat er 2001, 2007 und 2013 Blumenberg-Editionen und Kommentare veröffentlicht. Ausgewählte Publikationen: Theorie der Metapher (1983), Laub voll Trauer: Hölderlins späte Allegorie (1991), Die paradoxe Metapher (1996), Allegorie (2001, mit Bettine Menke) Figura cryptica (2001), Hamlet, Hypothek der Macht (2001), Latenzzeit (2004), Metapher (2007), Begreifen im Bild (2009), Die Zweideutigkeit der Kunst (2012), Shakespearean Genealogies of Power (2013), Philosophie de la métaphore (2016, mit Jean-Claude Monod), Productive Digression (2017), Metapher-Mythos-Halbzeug (2018), Klopstock/Milton: Teleskopie der Moderne (2018).

Tobias Keiling studierte Philosophie, Soziologie und Öffentliches Recht in Freiburg, Basel und Paris. Im Jahr 2013 erfolgten Promotionen in Philosophie an der Universität Freiburg und am Boston College, USA. Von 2013 bis 2016 war er Mitarbeiter am Freiburger Sonderforschungsbereich „Muße“ und von 2017 bis 2018 Forschungsstipendiat am Human Dynamics Centre der Universität Würzburg. 2019/2020 ist er Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Oxford. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen Metaphysik und Erkenntnistheorie sowie philosophische Ästhetik, historisch die Philosophie des 20. Jahrhunderts, Phänomenologie und Hermeneutik. Ausgewählte Publikationen: Konzepte der Muße (2016), Seinsgeschichte und phänomenologischer Realismus (2015), Raum erfahren. Epistemologische, ethische und ästhetische Zugänge (2015).

Anja Pompe ist Juniorprofessorin für Literatur- und Mediendidaktik in Münster, davor war sie Wissenschaftliche Assistentin zunächst am Germanistischen Institut der TU Braunschweig, danach an der Universität Rostock. Sie studierte an der Pädagogischen Hochschule Neubrandenburg Grundschuldidaktik und Neuere deutsche Literatur, Geschichte und Sport an der Ernst Moritz Arndt-Universitāt Greifswald, wo sie das Erste Staatsexamen für die Sekundarstufe und die Magisterprūfungen ablegte. Nach dem Zweiten Staatsexamen promovierte sie mit einer Arbeit zu Peter Handke und arbeitete als Lehrerin im Primar- und Sekundarstufenbereich. Ausgewählte Publikationen: Peter Handke. Pop als poetisches Prinzip (2009), Literarisches Lernen im Anfangsunterricht. Theoretische Reflexionen. Empirische Befunde. Unterrichtspraktische Entwürfe (2012, 3. Aufl. 2016), Kind und Gedicht. Wie wir lesen lernen (2015), Deutschdidaktik Grundschule. Eine Einführung (2016, 2. Aufl. 2019, mit Jakob Ossner und Kaspar H. Spinner), Rhythmus und Imagination (2020, mit Hans Ulrich Gumbrecht).

Hubert Sowa ist Professor für Kunst und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Er studierte Kunst, Philosophie, Kunstpädagogik, Pädagogik und Kunstgeschichte in Braunschweig und Nürnberg, legte die Staatsexamina für das Lehramt Kunst an Gymnasien ab und promovierte 1992 an der Universität Erlangen-Nürnberg in Philosophie. Von 1980 bis 2001 war er Gymnasiallehrer in Bamberg, seit 2001 lehrt er an der PH Ludwigsburg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Didaktik der Gestaltung, die systematische Theorie der Kunstlehre und die anthropologisch-hermeneutische Kunstphilosophie. Ausgewählte Publikationen: Krisis der Poiesis (1992), KUNST Arbeitsbuch, Band 1–3 (2008–2010, mit Alexander Glas, Fritz Seydel und Bettina Uhlig), Grundlagen der Kunstpädagogik – anthropologisch und hermeneutisch (2011), Bildung der Imagination, Band 1–4 (2012–2017, mit Alexander Glas, Monika Miller, Sarah Fröhlich), Gemeinsam Vorstellen Lernen. Theorie und Didaktik der kooperativen Vorstellungsbildung (2015), Bild und Text im Unterricht (2017, mit Ulf Abraham), Die Kunst und ihre Lehre, Fachsysthematik Bildungssinn Didaktik (2019 ff.)

Philipp Stoellger ist ordentlicher Professor für Systematische Theologie, Dogmatik und Religionsphilosophie an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg. Er studierte evangelische Theologie und Philosophie in Göttingen und Tübingen und wurde 1999 in Zürich promoviert mit der Arbeit „Metapher und Lebenswelt. Hans Blumenbergs Metaphorologie als Lebenswelthermeneutik und ihr religionsphänomenologischer Horizont“. Im Jahr 2006 habilitierte er sich in Zürich mit der Arbeit „Passivität aus Passion. Zur Problemgeschichte einer categoria non grata“. Er hatte von 2007 bis 2015 den Lehrstuhl für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Theologischen Fakultät der Universität Rostock inne, ist Gründer des Instituts für Bildtheorie (ifi) der Universität Rostock sowie Gründungssprecher des DFG-Graduiertenkollegs 1887 „Deutungsmacht: Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“. Ausgewählte Publikationen: Metapher und Lebenswelt. Hans Blumenbergs Metaphorologie als Lebenswelthermeneutik und ihr religionsphänomenologischer Horizont (2000), Passivität aus Passion. Zur Problemgeschichte einer categoria non grata (2010), Präsenz im Entzug. Ambivalenzen des Bildes, Tübingen 2011, Un/sichtbar. Wie Bilder un/sichtbar machen (2014), Deutungsmacht: Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten (2014), Bild und Tod: Grundfragen der Bildanthropologie (2016), Wortmacht – Machtwort. Deutungsmachtkonflikte in und um Religion (2017), Bildmacht – Machtbild. Deutungsmacht des Bildes: Wie Bilder glauben machen (2018).

Christoph Wulf ist Professor für Anthropologie und Bildung, Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Historische Anthropologie, des Sonderforschungsbereichs „Kulturen des Performativen“ (1997–2006), des Cluster of Excellence „Languages of Emotion“ (2007–2014), der Graduiertenkollegs „Körper–Inszenierungen“ (1997–2006) und „InterArts Studies“ (2006–2015) an der Freien Universität Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Historisch-kulturellen Anthropologie, der Pädagogischen Anthropologie, der ästhetischen und interkulturellen Bildung, der Performativitäts- und Ritualforschung, der Emotions- sowie der Mimesis- und Imaginationsforschung. Seine Bücher wurden in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt. Er hatte zahlreiche Gastprofessuren in allen Teilen der Welt. Er ist Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Ausgewählte Publikationen: Anthropology. A Continental Perspective (2013), Das Rätsel des Humanen (2013), Bilder des Menschen. Imaginäre und performative Grundlagen der Kultur (2014 mit Isabel C. Gil), Hazardous Future (2015), Exploring Alterity in a Globalized World (2016), Handbuch Schweigendes Wissen (2017), Begegnung mit dem Anderen (2018), Bildung als Wissen vom Menschen im Anthropozän (2019).

Bild und Latenz

Impulse für eine Didaktik der Bildlatenz