Autorinnen und Autoren

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Autorinnen und Autoren

Eva Axer

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin. Seit 2018 ist sie Leiterin des ZfL-Forschungsbereichs „Lebenswissen“. 2017 bis 2019 leitete sie dort das BMBF-Projekt „Formen und Funktionen von Weltverhältnissen“. Als Postdoktorandin war sie 2014 bis 2016 im DFG-Projekt „Zeit und Form im Wandel“ tätig, das die Disziplinen übergreifende Rezeption von Goethes Morphologie im 20. Jahrhundert untersuchte. Eva Axer studierte Germanistik sowie Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Bonn, wo sie über Walter Benjamin promovierte. Ausgewählte Publikationen: „Weltzeit“, in: Formen der Zeit. Ein Wörterbuch der ästhetischen Eigenzeiten, hg. v. Michael Gamper u.a. (2020); „,Jedesmaligkeit‘. Ganzheitsdenken und Verzeitlichung von Form in André Jolles’ ,Einfache Formen‘“, in: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 94/2 (Juni 2020).

Birgit R. Erdle

Privatdozentin am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin, Senior Research Fellow am Lichtenberg-Kolleg, Universität Göttingen. Gastprofessuren am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz, der Universität Augsburg, am Fritz Bauer-Institut/Universität Frankfurt a.M., der Universität Wien und der Emory University in Atlanta, USA. DAAD Walter Benjamin Chair an der Hebrew University of Jerusalem, Israel (2012-2018). Jüngste Publikationen u.a.: Intentionally left blank – Raum für Notizen. Jahrbuch für europäisch-jüdische Literaturstudien / Yearbook for European Jewish Literature Studies Bd. 6, hg. mit Annegret Pelz (2019); Theorien über Judenhass – eine Denkgeschichte. Kommentierte Quellenedition 17811931, hg. mit Werner Konitzer (2015); Literarische Epistemologie der Zeit. Lektüren zu Kant, Kleist, Heine und Kafka (2015).

Ursula Geitner

lehrt am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn und lebt in Köln. Arbeits- und Forschungsgebiete liegen im Bereich der Literaturgeschichte und Literaturtheorie, der historischen Semantik und Rhetorik, der Geschlechter- und Gegenwartsliteraturforschung sowie der Praxeologie. Demnächst erscheint: Sie schreibt. Moderne Autorschaft (m/w) im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Toni Hildebrandt

2014 Promotion an der Universität Basel. Die Dissertation Entwurf und Entgrenzung. Kontradispositive der Zeichnung 19551975 wurde mit dem Wolfgang-Ratjen-Preis 2018 ausgezeichnet. 2014–2020 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern. Von 2013 bis 2017 Fellow am Istituto Svizzero in Rom. Lehraufträge an der Hochschule der Künste in Bern, der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel, am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel und der New York University (Campus Paris und Berlin). Gegenwärtig Junior Fellow am Walter Benjamin Kolleg der Universität Bern mit dem Forschungsprojekt (Post-)apocalyptic Imaginations. Representations of Nuclear Catastrophes in Art and Film since 1945.

Alexander Honold

ist Ordinarius für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Basel, Schweiz. Er studierte Germanistik, Romanistik, Komparatistik und Philosophie in München und Berlin. Promotion 1994 an der FU Berlin mit einer Arbeit über Robert Musil und den Ersten Weltkrieg; Habilitation 2002 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Studie über die Astronomie im Werk Friedrich Hölderlins. Lehrtätigkeit u.a. an der FU Berlin, an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Konstanz; diverse Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren (u.a. New York, Stanford, Santa Barbara, Essen, Hamburg, München und Wien). Vorsitzender der Hugo von Hofmannsthal Gesellschaft; (Mit-)Hg. des Hofmannsthal-Jahrbuches sowie des Jahrbuchs der deutschen Schillergesellschaft, Kuratoriumsmitglied des Thomas Mann Archivs an der ETH Zürich, Editorial Board der Kritischen Robert Walser Ausgabe (Basel, Zürich). Arbeitsschwerpunkte: Kulturtheorie der Moderne, Erzählforschung, Semantik der Landschaft und Reiseliteratur, interkulturelle und postkoloniale Germanistik, Briefkorpora und Netzwerkbildung, Literatur und Musik. Jüngste Buchpublikationen: Die Tugenden und die Laster. Gottfried Keller, Die Leute von Seldwyla (2018); Der Erd-Erzähler. Peter Handkes Prosa der Orte, Räume und Landschaften (2017); Einsatz der Dichtung. Literatur im Zeichen des Ersten Weltkriegs (2015); Die Zeit schreiben. Jahreszeiten, Uhren und Kalender als Taktgeber der Literatur (2013).

Thomas Macho

forschte und lehrte von 1993 bis 2016 als Professor für Kulturgeschichte am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. 1976 wurde er an der Universität Wien mit einer Dissertation zur Musikphilosophie promoviert; 1984 habilitierte er sich für das Fach Philosophie an der Universität Klagenfurt mit einer Habilitationsschrift über Todesmetaphern. Seit 2016 leitet er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz in Wien. 2019 wurde er mit dem Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet, 2020 mit dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik. Zu seinen neueren Monographien zählen: Das Leben ist ungerecht (2010); Vorbilder (2011); Schweine. Ein Portrait (2015); Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne (2017).

Sigrid Nieberle

seit 2014 Professorin für neuere und neueste deutsche Literatur an der TU Dortmund, vorher an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Schwerpunkte in der Intermedialitätsforschung zur Literatur, insbesondere in Beziehung zu Musik und Film, sowie in den Gender and Diversity Studies. Studium der Neueren deutschen Literatur, Musik- und Theaterwissenschaft in München und Wien; Promotion an der LMU München; Habilitation an der Universität Greifswald. Gastprofessuren in Oxford UK (2008), Lawrence KS (2013) und Chicago IL (2019). Monographien u.a. zu Musikschriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts (1999) und Autorenfiguren im Spielfilm (2008). Mitherausgeberin der Gender. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft (www.gender-zeitschrift.de). Derzeit Arbeit an einem Handbuch zu Literatur und Musik. Aktuelle Informationen zu Projekten und Publikationen unter https://url.tu-dortmund.de/nieberle.

Annegret Pelz

lehrte bis 2018 am Institut für Germanistik der Universität Wien. Seither ist sie Faculty Member des FWF-geförderten, interdisziplinären doc.funds-Projektes „Cultural Mobility Studies“ und Key Researcher der Forschungsplattform „Mobile Kulturen und Gesellschaften“ an der Universität Wien. Seit 2013 ist sie Permanent Visiting Professor am BIT, Beijing Institute of Technology. Im akademischen Jahr 2019/20 forschte sie als Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg zu dem Projekt Inter-esse am Tisch. Jüngste Publikationen: Die Antrittsvorlesung. Wiener Universitätsreden der Philosophischen Fakultät, hg. mit Thomas Assinger und Elisabeth Grabenweger (2019); Intentionally left blank – Raum für Notizen. Jahrbuch für europäisch-jüdische Literaturstudien / Yearbook for European Jewish Literature Studies Bd. 6, hg. mit Birgit Erdle (2019). Demnächst erscheint Mobile Kulturen und Gesellschaften / Mobile Cultures and Societies, hg. mit Alexandra Ganser (2021).

Birger Petersen

studierte Musiktheorie, Komposition, Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Lübeck und Kiel (2001 Promotion). Verschiedene Lehrtätigkeiten in Norddeutschland; 2008 Ernennung zum Professor für Musiktheorie in Rostock, 2011 Berufung auf eine Universitätsprofessur für Musiktheorie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2017 Habilitation. Birger Petersen war 2014 Prorektor, 2015 bis 2017 Rektor der Hochschule für Musik Mainz. Im Studienjahr 2017/2018 forschte er als Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald. Jüngste Publikationen: Satzlehre im 19. Jahrhundert. Modelle bei Rheinberger (2018); Die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts (2020) (Musik kompakt Bd. 3).

Eckhard Schumacher

ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie und Leiter des Wolfgang-Koeppen-Archivs an der Universität Greifswald. Arbeitsschwerpunkte: Literatur- und Medientheorie, Romantik, Gegenwartsliteratur, Pop. Monographien: Die Ironie der Unverständlichkeit (2000); Gerade Eben Jetzt. Schreibweisen der Gegenwart (2003, 2. Aufl. 2011). Zuletzt erschienen: Handbuch Literatur & Pop (hg. zusammen mit Moritz Baßler) (2019). Seit Januar 2020 leitet er das DFG-Forschungsprojekt „Schreibweisen der Gegenwart. Zeitreflexion und literarische Verfahren nach der Digitalisierung“ an der Universität Greifswald.

Christian Wimplinger

ist Universitätsassistent am Institut für Germanistik Wien, ehemaliger Junior Fellow am IFK (Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften) in Wien und arbeitet an einer Promotion zum Thema des kooperativen Schreibens mit einem Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit von Oskar Negt und Alexander Kluge. Er ist außerdem assoziiertes Mitglied der Forschungsplattform „Mobile Kulturen und Gesellschaften“ der Universität Wien und am CENTRAL-Netzwerk „Transformationen und Transfers. Literarische Raumordnungen und ihre Dynamisierung“ beteiligt. Jüngste Publikation: „Eigensinn, Arbeit und andere Zombiegeschichten“, in: Von Sinn(en) und Gefühlen, hg. v. Vincent Pauval u.a., in: Alexander Kluge-Jahrbuch 2018, Nr. 5 (2019), S. 303–312.

Norbert Christian Wolf

ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien seit 2020. Studium der Germanistik, Geschichte sowie der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien, Paris und Berlin. Promotion 1999, wiss. Mitarbeiter an der FU Berlin 1998–2004. Juniorprofessor für Neuere deutsche Literatur an der FU Berlin 2005–2009, Habilitation 2009, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Salzburg 2009–2020. Selbständige Publikationen u.a.: Streitbare Ästhetik. Goethes kunst- und literaturtheoretische Schriften 1771–1789 (2001); Kakanien als Gesellschaftskonstruktion. Robert Musils Sozioanalyse des 20. Jahrhunderts (2011); Eine Triumphpforte österreichischer Kunst. Hugo von Hofmannsthals Gründung der Salzburger Festspiele (2014); Robert-Musil-Handbuch (Hg. mit B. Nübel, 2016); Revolution in Wien. Die literarische Intelligenz im politischen Umbruch 1918/19 (2018). Zahlreiche Aufsätze zu den Forschungsschwerpunkten: deutschsprachige Literatur des 18.–21. Jahrhunderts (bes. Aufklärung, Klassik, klassische Moderne, Gegenwartsliteratur), literarische Ästhetik, Literatursoziologie, Intermedialität, österreichische Literatur.