Europäische Reitermonumente

Ein Ritt durch die Geschichte Europas von Dante bis Napoleon

AutorIn: Volker Hunecke
Reiterdenkmäler als Ausdruck herrscherlicher Pracht und herrscherlichen Willens durchziehen die europäische Geschichte. Mit dem Römischen Reich ging das Reitermonument in seiner vornehmsten Gestalt, dem überlebensgroßen ehernen Abbild, für lange Jahrhunderte unter. Im Italien der Renaissance wurde es wiedergeboren, die eisernen Herrscher bestiegen wieder ihre ehernen Rosse, zur Mehrung ihres Ruhmes. Reitermonumente breiteten sich von nun an als Symbole und wesentliche Bestandteile der Inszenierung von Fürstenmacht über ganz Europa aus. Volker Huneckes legt einen eindrucksvollen, reich bebilderten Überblick über alle künstlerisch, historisch, politisch und symbolgeschichtlich bemerkenswerten Reitermonumente vor, die in dem halben Jahrtausend zwischen Dante und Napoleon entstanden. Die glänzend geschriebene Darstellung ist gleichsam ein Ritt durch die europäische Geschichte, der sich von der Blüte der italienischen Stadtrepubliken bis zu den Massakern der Französischen Revolution an den ehernen Reitern der Monarchie erstreckt und der den Leser von Sizilien bis nach Skandinavien, von Lissabon bis nach Petersburg führt. Die eingehenden Analysen der verschiedenen Monumente lassen Hauptstationen der europäischen Geschichte im Spiegel der Kunst lebendig werden: das Freiheitsstreben der italienischen Kommunen, die Entstehung von Signorie und modernem Fürstenstaat; das Ringen um Hegemonie und Gleichgewicht unter den großen Mächten; Erstarken und Ausbreitung des Absolutismus; die Souveränitätsansprüche der großen Reichsstände; die Entfaltung des modernen Russland, bis sich im 18. Jahrhundert bereits der Aufstieg des Bürgertums ankündigt, in Form einer beginnenden „Verbürgerlichung“ des fürstlichen Denkmals, die auf das 19. und 20. Jahrhundert mit seinen vielen, aber weit weniger bemerkenswerten Reiterstatuen vorausweist.

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