Intermedialität von Bild und Musik

Die Beiträge dieses Bandes rekonstruieren das komplexe Verhältnis von Bild und Musik in historischer Perspektive von der frühen Neuzeit bis in die Moderne.
In der alltäglichen Medien- und Werbepraxis werden Bilder von spezifischen Tonsignets unterlegt, um sich dem Kaufinteressenten unauslöschlich einzuschreiben. Weiter kommentieren und vertiefen rhythmisierte Musikausschnitte den Fluss laufender Bilder. Dieses Verhältnis auch im Sinne einer Einheit der verschiedenen Zeichensysteme von Bild und Musik ist, vor allem von den historischen und medialen Voraussetzungen aus betrachtet, nicht fraglos hinzunehmen. Es betont weniger die Übergängigkeit zwischen den Medien im Sinne einer Synästhesie als vielmehr die Differenz, auf Grund derer erst an den Rändern durch einen Überschuss des jeweiligen Sinns von Hören und Sehen mögliche Berührungen zwischen der bildenden Kunst und der Musik entstehen. Dabei ist es die diachrone, dezidiert interdisziplinäre Herangehensweise, die eine umfassende Erschließung des Gegenstands aus kunst- und musikwissenschaftlicher Perspektive ermöglicht.

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Gregor Wedekind ist seit 2010 Professor für Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie Präsident der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des 19. Jahrhunderts.
Klaus Pietschmann ist seit 2009 ist Professor für Musikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Elisabeth Oy-Marra ist seit 2004 Professorin für Kunstgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und war von 2008–2011 Dekanin des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften.
Martin Zenck war bis 2010 Professor an der Universität Würzburg am Institut für Musikforschung. Sein Buch "Pierre Boulez. Die Partitur der Geste und das Theater der Avantgarde" ist 2016 im Wilhelm Fink-Verlag erschienen.