Passio und Bild

Ästhetische Erfahrung in der italienischen Lyrik des Mittelalters und der Renaissance

Author: Bettina Full
Nach Dante ist die volkssprachliche Dichtung nur erfunden worden, um von der Liebe zu sprechen. Allegorisch entwerfen Italiens Dichter seit dem 13. Jahrhundert einen neuen spirituellen Raum, der vom göttlichen Unsichtbaren und von intellektueller Erkenntnis gleichermaßen geschieden ist und sich in der Lektüre weiter ausbildet.
Die Studie verfolgt eine neue Dimension menschlicher Geistigkeit vom 13. bis 16. Jahrhundert. Der Bogen spannt sich von den bedeutendsten italienischen Dichtern des Mittelalters hin zu Petrarca, über den Florentiner Neuplatonismus bis zu Bruno. Beleuchtet werden die Referenzfelder, vor denen sich der innovative poetische Entwurf abzeichnet. Die Gedichte integrieren Theoreme der Theologie, Philosophie und Rhetorik, Formen religiöser Andachtspraxis und aktuelle Modelle der Erkenntnis-, Bild- und Zeichentheorie. Zwischen Adaption und Abgrenzung tritt die selbstbewusste Positionierung der vormodernen Dichtung hervor.

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