Ethik und Ästhetik der Börse

AutorIn: Sven Grzebeta
Über das Phänomen Börse herrscht seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 eine anhaltende gesellschaftspolitische, nicht selten emotional und polemisch geführte Diskussion. Sven Grzebeta setzt dem eine differenzierte philosophische Betrachtung entgegen. Es gelingt ihm, die Mechanismen eines hochkomplexen Systems freizulegen.
Erstmals präsentiert dieses Buch eine umfassende Ästhetik der Börse. Grzebeta beschreibt die verschiedenen sinnlichen, symbolischen und ästhetischen Erscheinungsweisen des Phänomens: Architektur, Kleidung und Habitus, Klang und Geräusch, Zeichen und Rituale. Gleichzeitig geht es um eine Ethik gemeinschaftlichen Handelns aller am Börsengeschehen Beteiligten. Wie lassen sich rationale normative Kriterien für eine sachgerechte und faire Ausgestaltung der Börse gewinnen? Die Theorien der Diskursethik, der ökonomischen Ethik und insbesondere die Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls fungieren als ethischer Beurteilungsrahmen, der auf exemplarische Handlungsfelder wie die gesetzliche Regulierung, die ökonomische Bildung und die Aktionärs-Governance angewendet wird.

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Sven Grzebeta (*1969), hat Philosophie, Englisch und Pädagogik in Bochum und Dublin studiert. Er beschäftigt sich mit Fragen der Wirtschaftsethik, Sozialphilosophie und Phänomenologie. Seit 2000 ist er in verschiedenen Positionen bei der Deutsche Börse AG tätig, u.a. als Produktentwickler und Innovationsmanager.
Die Presse, 02.05.2014
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

Der Freitag, 03.04.2014
"Grzebetas Position ist ein wunderbarer Anlass für eine nüchterne, breite und gesamtgesellschaftliche Diskussion über Börsen, Banken und Geld. Um diese oft bemängelte Debatte endlich anzuschieben, hat dieses gut strukturierte, klar formulierte Buch reichlich Potenzial." (Christian Welzbacher).

Handelsblatt, 21.02.2014
"Und er füllt eine echte Lücke mit seinem sehr lesenswerten Buch: Schriften zur Wirtschaftsethik gibt es inzwischen viele, aber niemand bringt die Frage nach der Moral des Finanzmarkts so überzeugend mit seiner ästhetischen Vermittlung zusammen."