Ephemer

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Die Sprache weiß, wovon sie spricht. Das zeigt sich im Kompositum »ephemeros«, von dem das deutsche »ephemer« abgeleitet wurde. Während das Präfix »epi« u.a. die Bedeutungen »darauf, während, bis zu« umfasst, bedeutet »hämera« nicht nur »Tag«, sondern auch »Zeit« und »Leben«.
Das Ephemere spricht existenziell die Daseinsweise des Menschen an. Ephemeroi, Menschen, sind »Eintagswesen«, »eines Schattens Traum«. Ohne das Ephemere als Kennzeichen der Moderne und Postmoderne zu vernachlässigen, unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen mit Medienumbrüchen und Künsten, stehen Fragen nach der Zeitlichkeit als Bedingung der Möglichkeit allen Existierens, aber auch nach den Weisen der Zeitigung von Zeit, die die konkrete Lebenszeit prägen, im Zentrum.
Mit Beiträgen von: Barry Bermange, Gabriele Brandstetter, Danica Darkic, Martina Dobbe, Martin Dornberg, Hinderk M. Emmrich, Daniel Fetzner, Yael Kaduri, Annette Le Fort, Angela Melitopoulos, Petra Maria Meyer, Hannelore Paflik-Huber, Jürgen Partenheimer, Felix Schackert, Claus-Arthur Scheier, Michael Schirner, Georg Christoph Tholen, Hagen Verleger, Michael Wetzel, Martin Zenck.

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Petra Maria Meyer, Professorin für Kultur- und Medienwissenschaften an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Von 2004 bis 2008 Intendantin des Zentrums für Interdisziplinäre Studien (Forum) an der Muthesius Kunsthochschule. Promotion in Philosophie und Habilitation in Theaterwissenschaft mit medienwissenschaftlicher Ausrichtung. Fünfzehnjährige berufliche Tätigkeit als Autorin, Dramaturgin und Lektorin im Studio Akustische Kunst des WDR, Köln. Forschungen und Veröffentlichungen in den Bereichen Medienphilosophie, - ästhetik und –dramaturgie, Phänomenologie, Intermedialität, Raumtheorien, Performance-Art, Theater, Tanz, Film und Akustische Kunst.