Jean Améry

"... als Gelegenheitsgast, ohne jedes Engagement"

Reihe:

HerausgeberInnen: Ulrich Bielefeld und Yfaat Weiss
Jean Améry wurde in den 1960er und 1970er Jahren eine moralische und kritische Instanz der Bundesrepublik Deutschland. Er war dabei, nutzte die Medien seiner Zeit – Radio, Buch, Fernsehen – und blieb dennoch auf Distanz.
Von den Nürnberger Gesetzen zum Juden gemacht, als politischer Gegner gefoltert, als Jude nach Auschwitz deportiert, entschied sich Jean Améry nach 1945 für Brüssel und orientierte sich am politischen und philosophischen Frankreich. In den 1960er Jahren verband er die gelebte Erfahrung mit Themen seiner Zeit – Algerien, Kolonialismus, Terrorismus – und wurde auch wegen seiner analytischen Strenge zum gefragten Kommentator des Jetzt. Dennoch blieb er nicht nur in seiner Selbstwahrnehmung ein »Unerwünschter« und »Eindringling«. Dieser Band untersucht Stimme und Echo des »Gelegenheitsgastes« vor dem Hintergrund dieser Spannungen.

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June 1997 – September 1999, Ludwig Maximilians University of Munich, Wissenschaftliche Assistentin, Chair in Jewish History. October 1999, University of Haifa, Senior Lecturer, Department of Jewish History. February 2006 – January 2008, University of Haifa, Associate Professor, Department of Jewish History. November 2007, The Hebrew University of Jerusalem, Associate Professor, Dept. History of the Jewish People, School of History. September 2011, Hebrew University of Jerusalem, Full Professor, Dept. History of the Jewish People and Contemporary Jewry, School of History. Derzeit: Head of the Franz Rosenzweig Minerva Research Center for German-Jewish Literature and Cultural History.