Kollaboration

Beiträge zur Medientheorie und Kulturgeschichte der Zusammenarbeit

Praktiken der Kollaboration kennzeichnen die Digital- und Netzkultur. Der Band beleuchtet sie im historischen Vergleich von Diskursen, Semantiken und Kontexten der Zusammenarbeit seit dem 18. Jahrhundert.
Mit dem prozessorientierten Begriff der Kollaboration erschließen die Beiträge Gegenstandsbereiche, die jenseits einer plakativen Rede von Smart Mobs und effizientem Teamwork neue Formen von Kollektivität und ihre medientechnologischen Bedingungen in den Blick rücken. Untersucht werden kollektive Autorschaft, verteilte Kreativität und kollaborative Produktionsästhetik. Es gilt zu klären, wie Medien kollaborativ geschaffen werden und sich zugleich auf die Handlungsmacht von Akteuren auswirken. Welche Utopien, Fiktionen und Versprechen richten sich regulierend auf Praktiken der Kooperation?

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Tristan Thielmann studierte Medienwissenschaft, European Media and Cultural Studies sowie Experimentelle Mediengestaltung und war Stipendiat im Graduiertenkolleg „Psychische Energien bildender Kunst“ an der Goethe-Universität Frankfurt, 2008 Visiting Fellow der Software Studies Initiative an der University of California San Diego sowie von 2011–2012 Visiting Fellow am Comparative Media Studies Program des Massachusetts Institute of Technology. Er ist heute Professor für Science, Technology and Media Studies an der Universität Siegen und leitet dort das DFG-Graduiertenkolleg 1769 „Locating Media“.