Gehaltsästhetik

Eine Kunstphilosophie

Author: Harry Lehmann
Zu den Gründungsmythen der Postmoderne gehört, dass sich die Kunst vom Neuheitsanspruch der Moderne verabschiedet habe. Tatsächlich wurde dieser Anspruch aber nicht preisgegeben, sondern nur reformuliert.
Folgte die avancierte Kunst im 20. Jahrhundert weithin einer Materialästhetik (Kubismus, serielle Musik usw.), lässt sich heute eine Hinwendung zur Gehaltsästhetik beobachten. Neuheit wird von Künstlern wie Ai Weiwei oder Damien Hirst nicht länger im ästhetischen Material gesucht, sondern in dem durch ein Werk artikulierten neuen ästhetischen Gehalt. Diese gehaltsästhetische Wende der Künste ist die Quintessenz von Harry Lehmanns Kunstphilosophie. Auf der Grundlage einer Theorie der ästhetischen Eigenwerte, zu denen Schönheit, Erhabenheit, Ereignis und Ambivalenz gehören, erzählt er die europäische Kunstgeschichte neu als eine Geschichte der ästhetischen Erfahrung. Zahlreiche Beispiele aus den Bildenden Künsten, der Dichtung und der Musik, aber auch aus Werbung, Mode und Design machen diesen Paradigmenwechsel in den Künsten anschaulich und evident.

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Harry Lehmann, Philosoph, promovierte an der Universität Potsdam mit Die flüchtige Wahrheit der Kunst. Ästhetik nach Luhmann (Fink 2006) und veröffentlichte zuletzt Die digitale Revolution der Musik. Eine Musikphilosophie (Schott Music 2013).
Artblog Cologne, 04.10.2016
Rezensent Andreas Richartz fasst zusammen: "ein ernstes, ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit".
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Kunstbulletin 7-8/2016, 16.08.2016
Thomas Müllenbach empfiehlt Harry Lehmanns Buch als "lesens- und bedenkenswert".

Dennis Schütze Blog, 07.07.2016
"Lehmanns Betrachtungen sind sinnvoll und nachvollziehbar, anregend und spannend, komplex und faszinierend in ihrer Gültigkeit."
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Bad Blog of Musick, 14.06.2016
"Ja, ich empfehle dieses Buch von Herzen! Und nicht nur das – es sollte absolute Pflichtlektüre für jeden sein, der sich auch nur im Entferntesten mit Neuer Kunst (nicht nur Musik) beschäftigt. Denn Lehmann gelingt etwas ganz Besonders: quasi von der Steinzeit ausgehend (anhand zahlreicher faszinierende Beispiele) erklärt er auf äußerst spannende Weise zuerst einmal, wie Kunst überhaupt funktioniert." (Moritz Eggert)
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Neue Zeitschrift für Musik 3/2016
"Lehmanns Kunstphilosophie wird also gleichermaßen anregen und aufregen, sie wird Zuspruch und Einspruch ernten und dem Nach- und Weiterdenken kraftvolle Impulse geben." (Peter Becker)

Portal Kunstgeschichte, 25.05.2016
"Die große Stärke des Buches besteht in einem stark ausdifferenzierten Begriffsapparat philosophischer und kunsthistorischer Termini." (Annkathrin Sonder)
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