Planetarische Perspektiven

Raumbilder im Zeitalter der frühen Globalisierung

Globalisierung bedeutet auch einen veränderten Umgang mit Raum. An der Kunst- und Kulturgeschichte der frühen Neuzeit wird gezeigt, wie sich das gewohnte Gefüge auflöst und neue Raumbilder entstehen.
Mit der Globalisierung verändern sich nicht nur Handlungsreichweiten, sondern auch Maßstäbe, Anschauungen und Begriffe von Räumen. Als zwischen 1500 und 1850 die Grundformen des heutigen Weltsystems entstehen, lässt sich der Wandel von Raumbildern auf mehreren Ebenen beobachten. Neue Zugriffsweisen zeigen sich in Malerei und Stadtplanung, bei der Durchformung von Landschaften oder in der Kosmologie, sowie in der Praxis bei den ständig fortentwickelten Verkehrs- und Kommunikationstechnologien. Mit der Vielzahl neuartiger Raumbilder verändern sich auch die allgemeinen Vorstellungen von Räumlichkeit. Die Kunst- und Kulturgeschichte wird zur Raumgeschichte, zu der von nun an planetarische Perspektiven gehören.

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Christoph Asendorf lehrt Kunstgeschichte an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Fellow am IFK in Wien (2004) und am IKKM in Weimar (2009/10). 2008 Verleihung der Martin Warnke-Medaille zusammen mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung. 2015 Prix de l’Aéro Club de France (Commission Histoire, Arts et Lettres).