Affektökonomien

Konzepte und Kodierungen im 18. und 19. Jahrhundert

Geld dynamisiert Affekte und Affekte dynamisieren Geld. Es ist sicher nicht zu bestreiten, dass ökonomische Entwicklungen insofern auch Einfluss auf die Entstehung von Affekten haben.
Eine Zusammenführung von Affekt und Ökonomie zum Begriff der Affektökonomie suggeriert jedoch darüber hinaus eine Übertragung ökonomischer Kategorien auf den Bereich des Affektiven. Nicht nur die Frage, welche ökonomischen Theorien für die Beschreibung und Analyse affektiver Zusammenhänge zur Verfügung stehen, sondern auch, welcher Mehrwert dadurch für das Verständnis der Affekte selbst zu gewinnen ist, rückt damit in den Vordergrund. Das vorliegende Buch geht diesen Fragen anhand literarischer Beispiele aus dem 18. und 19. Jahrhundert nach. Mit der sprunghaften Entwicklung ökonomischer Theorien zeigen sich in England, Frankreich und Spanien affektive Resonanzen, die modell- und ausschnitthaft in den Blick genommen werden.

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Susanne Schlünder: Promotion an der Universität Siegen mit einer Arbeit zu 'Karnevaleske Körperwelten Francisco Goyas', habilitiert an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Untersuchung zu Modellierungen und Medialisierungen von Wirklichkeit in Romanen von J. Echenoz und J.-P. Toussaint. Seit 2012 Professur für französische und spanische Literatur an der Universität Osnabrück.
Andrea Stahl: Promotion an der Universität Siegen zu dem Thema 'Artikulierte Phänomenalität. Der Körper in den Texten und Fotografien Claude Cahuns'. Seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin für französische und spanische Literaturwissenschaft an der Universität Osnabrück.