Bild-Beispiele

Zu einer pikturalen Logik des Exemplarischen

Reihe:

HerausgeberInnen: Andreas Cremonini und Markus Klammer
Die Untersuchung von Strukturen des Exemplarischen ist in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus geisteswissenschaftlicher Forschung gerückt, doch wurde es bisher verabsäumt, die besonderen Funktionen von Bildern als Beispielen, Illustrationen und Exempla in systematischer und historischer Perspektive zu thematisieren. Im Mittelpunkt der vorliegenden Publikation steht die Frage, wie Bilder – sowohl in der Rolle von konkreten Artefakten als auch von »theoretischen Objekten« – in epistemologische, kunsttheoretische, psychoanalytische und philosophische Diskurse eingebunden sind. Die Grundannahme des Bandes lautet, dass im diskursiven Umgang mit Bildern eine Logik des Exemplarischen vorherrschend ist, welche die Allgemeinheit der Argumente an die konkrete Gegebenheit eines Anschaulichen bindet. »Logik« ist dabei in einem weiten, inklusiven Sinn zu verstehen, der die lange Tradition der Rhetorik ebenso umfasst wie Immanuel Kants Überlegungen zum reflexiven ästhetischen Urteil.

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Andreas Cremonini ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim NFS Bildkritik eikones (Basel) und betreut dort das Projekt zur Pädagogik der Bilder (visual literacy). Er studierte in Basel und Berlin Philosophie, Kunstgeschichte und neuere deutsche Literatur und promovierte 2003 im Fach Philosophie an der Universität Basel mit einer Arbeit zur Subjekttheorie von Sartre und Lacan. Er war von 1996-2009 Assistent am Philosophischen Seminar der Universität Basel, von 2013-2015 Gastprofessor an der Kunstakademie Münster und von 2005-2013 Mitherausgeber und Redaktionsmitglied von RISS. Zeitschrift fu¨r Psychoanalyse (Wien: Turia + Kant). Seit 2003 unterrichtet er das Fach Philosophie am Gymnasium am Münsterplatz, seit 2011 leitet er den Zertifikatskurs Philosophie der Advanced Studies der Universität Basel. Er ist ausserdem Vorstandsmitglied von ENTRESOL. Netzwerk für Philosophie und Wissenschaften der Psyche und publiziert regelmässig zu seinen Forschungssschwerpunkten. Diese umfassen die deutsche und französische Phänomenologie und ihre Kritik, die Psychoanalyse (Freud, Lacan) sowie Theorien des Sehens in Film, Bild und Alltag.

Markus Klammer ist Schaulager-Professor für Kunsttheorie am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel und Vizedirektor von eikones NFS Bildkritik. Er studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien. Von 2006 bis 2008 war er Mitglied des Graduiertenkollegs »Bild und Wissen« bei eikones. Von 2008 bis 2010 war er Junior Fellow des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften Wien, danach wissenschaftlicher Mitarbeiter des Sonderforschungsbereichs »Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste« der Freien Universität Berlin. 2010 promovierte er an der Universität Wien im Fach Philosophie mit einer Arbeit zum Verhältnis von Material und Darstellung in der Psychoanalyse Freuds. Von 2010 bis 2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Modul »Die Kunst und die Künste« des NFS Bildkritik. Seine Veröffentlichungen umfassen Arbeiten zur Bildtheorie, zur Kunsttheorie und Ästhetik, zur Epistemologie der Psychoanalyse und zum Situationismus.