Clownerie

Kommunikation zwischen Kontinuität und Verunsicherung

Clownerie ist theoretisch fassbar als Produktionsebene von Ästhetisierungen: Ein »Clown« taucht auf, wenn Clownschauspieler und Beobachter eine kommunikative Situation bilden.
Ein »Clown« entsteht durch das Ausführen bestimmter Handlungen durch einen Clownschauspieler, die einer fluiden Logik unterliegen und durch die Zuordnungen von einem Beobachter, der eigene Vorstellungen und Erwartungen an die Situation heranträgt und die beobachteten Ausführungen damit versieht. Durch das »Besserwissen« des routinierten Beobachters und eine unerwartete Wendung in den Ausführungen kann eine Verunsicherung und damit Überraschung, Lachen, Ärger, Staunen, Furcht u.v.m. ausgelöst werden.
Die Arbeit stellt beobachtungssprachliche Modelle und kommunikationstheoretisch informierte Begriffe bereit, um formalisiert die Vorgänge in einer Situation erklären zu können, in der ein Beobachter feststellt: »Das ist ein Clown!«

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