Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit des bewegten Bildes in der Gegenwartskunst

Film-, Dia- und Videoinstallationen prägen die Gegenwartskunst seit den 1990er Jahren. Eines ihrer auffallendsten Merkmale ist die Arbeit mit den verschiedenen zeitlichen Ebenen des bewegten Bildes. In den Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie Tacita Dean, Douglas Gordon, Mark Lewis und James Coleman spielen Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit eine entscheidende Rolle. Zeit als bildliches Phänomen wird hier mittels ästhetischer Praktiken sichtund erfahrbar gemacht. Durch bildliche Strategien wie die Manipulation der Dauer der Bilder, ihrer Bewegungen, Rhythmen und Dynamiken realisiert sich in den Werken gleichzeitig eine spezifische Geschichtlichkeit. So entstehen hybride Bildwerke zwischen Stillstand und Bewegung, zwischen Gegenwart und Geschichte. Der Band bietet detaillierte Analysen und Interpretationen zahlreicher Schlüsselwerke der vergangenen 25 Jahre.
Time and temporality are not only inherent to the moving image because it is time-based, but also because it is able to reflect on time – through its materialization in the image, through the revelation of distinct layers of time, or by disturbing and disrupting the transparency of the narrating image. In works of contemporary art, the temporality of the moving image interconnects with its historicity.

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