Im toten Winkel der Literatur

Grenzfälle literarischer Werkwerdung seit den 1950er Jahren

AutorIn: Annette Gilbert
Ausgehend von den Rändern der gegenwärtigen literarischen Praxis wirft Annette Gilberts komparatistische Studie neues Licht auf eine zentrale Kategorie der Literatur(wissenschaft): das Werk als pragmatische Instanz literarischer Kommunikation.
Unter Anwendung eines erweiterten Literaturbegriffs werden avantgardistische und experimentelle Positionen im Grenzbereich von Literatur und Kunst seit den 1950er Jahren gesichtet, die eine starke Reflexion ihres eigenen Werkseins erkennen lassen. Entsprechende Versuchsanordnungen – etwa von Elfriede Jelinek, Timm Ulrichs, Sherrie Levine, Elaine Sturtevant, Marcel Broodthaers – werden als substantieller Beitrag zur literaturtheoretischen Grundlagenforschung gelesen. Zugleich werden Traditionslinien zu historischen Vorgängern wie Stéphane Mallarmé und Jorge Luis Borges sowie Parallelen zu ähnlichen Tendenzen und Problemstellungen in der bildenden Kunst aufgezeigt.

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Annette Gilbert lehrte und forschte unter anderem in Moskau, Göttingen und Berlin. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Komparatistik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.