Tierethik – Der Comic zur Debatte

Unser Verhältnis zu Tieren ist vor allem eins – ambivalent. Wir betrauern das Schicksal rumänischer Straßenhunde und spenden für das Überleben der letzten Tiger. Wir bringen unseren Kindern bei, keine Tiere zu quälen – nicht einmal Insekten. Gleichzeitig entsorgen wir in Deutschland im Jahr rund 50 Millionen männliche »Abfallküken« und schlachten in etwa genauso viele Schweine. Wie können wir ethisch rechtfertigen, dass wir unseren Lebensstandard auf dem Leben und Sterben diverser Tierarten aufbauen? Welche Eigenschaft spricht einem Lebewesen einen moralischen Wert zu? Hat ein Menschenaffe ein Recht auf Leben, ein Säugling aber nicht? Wo ziehen wir die Grenze?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Tierethik. Der Comic zeichnet die daraus entstandene und von der Antike bis heute andauernde Debatte um das Tier nach, stellt die prominenten tierethischen Positionen vor und geht der Frage nach den soziologischen und politischen Bedingungen für eine angewandte Ethik zwischen Mensch und Tier nach. Die Geschichte der Tierethik ist zugleich ein philosophischer Streifzug durch die unterschiedlichen ethischen Theorien (vom Utilitarismus, über die Theorie der Rechte bis zur feministischen Fürsorge-Ethik), die hier durch ein lebendiges Zusammenspiel von Zeichnung und Text trotz ihrer Komplexität leicht verständlich und vor allem unterhaltsam veranschaulicht werden.

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Julia Kockel arbeitet derzeit als Übersetzerin und freie Lektorin. Der vorliegende Comic beruht auf der langjährigen Auseinandersetzung mit dem Thema Tierphilosophie und Tierethik.

Oliver Hahn arbeitet als freiberuflicher Grafiker und Illustrator in Aachen. Neben der Kunst gilt sein Interesse der utopischen bzw. dystopischen Literatur, humanistischen Reformbewegungen und dem politischen Weltgeschehen.