Die Wetterseiten der Literatur

Poetologische Konstellationen und meteorologische Kontexte im 19. Jahrhundert

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Author: Oliver Grill
Das Wetter wird im 19. Jahrhundert als undurchsichtiges Kräftegemisch beschrieben, das eine nicht kontrollierbare Unordnung, eine nicht kalkulierbare Überkomplexität und eine nicht vorhersehbare Zukunft impliziert. Oliver Grill arbeitet diese Signatur heraus. Seine Studie erschließt meteorologische Wissenshorizonte und Denkfiguren für die Analyse literarischer Wettertexte – u.a. von Goethe, Büchner, Stifter, Raabe und Fontane. Dabei geht es um existentielle Erfahrungen der Schutzlosigkeit, um die intensive Durchmischung von Wetter- und Gefühlslagen, um die enge Verbindung des Wetters mit Zuständen politisch sozialer Unruhe und um die qua Wetter reflektierten Zukunfts- und Kontingenzerfahrungen der Moderne.
In 19th-century literature the occurrence of weather phenomena implies an uncontrollable chaos, an incalculable over-complexity and an unpredictable future. Oliver Grill’s study presents this issue in detail by analyzing the poetics of weather in texts by Goethe, Büchner, Stifter, Raabe, and Fontane.

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