Die Horizonte der Lebenswelt

Sprachphilosophische Studien zu Husserls 'erster Phänomenologie der Lebenswelt'

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Kaum jemand prägte den Begriff der Lebenswelt so nachhaltig wie Edmund Husserl. Doch wie entfaltete sich dieses Thema in seiner Philosophie? Und wie veränderte es die Prinzipien der Phänomenologie?Ausgehend von den Logischen Untersuchungen erforscht Erik Norman Dzwiza-Ohlsen die Entstehungsbedingungen der Lebensweltthematik. Am Leitfaden der sog. ‚okkasionellen Ausdrücke‘ – wie ‚ich‘, ‚hier‘ oder ‚jetzt‘ – führt ihn sein Weg zu den zentralen Forschungsfeldern Husserls zwischen 1907 und 1913: Räumlichkeit, Zeitlichkeit, Personalität und Bedeutsamkeit. Die Analyse gipfelt im Postulat einer frühen ‚Göttinger Lebenswelt‘ der Ideen II (1912–1918), die den Ausarbeitungen rund um die berühmte, spätere ‚Freiburger Lebenswelt‘ der Krisis (1934–1937) gegenübergestellt wird. Damit dringt Erik Norman Dzwiza-Ohlsen zum systematischen Kern eines der erfolgreichsten, aber bis dato unschärfsten Begriffsbildungen des 20. Jahrhunderts vor, der auch im 21. Jahrhundert philosophisch unverzichtbar bleibt: der Lebenswelt.
Starting from the Logical Investigations, the author investigates the conditions from which the topic of lifeworld originates in Edmund Husserl’s phenomenology. This leads to the central fields of Husserl’s research between 1907 and 1913 – such as spatiality, temporality, personality and significance – and culminates in comparing an early concept of lifeworld in Ideas with a later notion found in the Crisis.

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Erik Norman Dzwiza-Ohlsen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Research Lab der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne.