Unheimliche Erinnerung - erinnerte Unheimlichkeit

Nationalsozialismus im literarischen Gedächtnis

Wie wird Erinnerung an den Nationalsozialismus überliefert und neu konstruiert? Christoph Leitgebs Buch stellt diese Frage an das Gedächtnis von Literatur, ausgehend von Theorien des Unheimlichen.
Ein Essay Sigmund Freuds steht am Anfang einer Tradition von vor allem französisch- und englischsprachigen Theorien, die das Konzept des »Unheimlichen« aus der Psychoanalyse in die Kulturwissenschaften übertragen. Dieses Buch zeigt Konsequenzen daraus für den Zusammenhang von Unheimlichem und Erinnerung. Exemplarische Analysen zu Autorinnen und Autoren wie Ilse Aichinger, Heimrad Bäcker, Thomas Harlan oder Josef Winkler stellen die Frage: Warum und wie wird Erinnerung an den Nationalsozialismus als »unheimlich« dargestellt, ausgehend von ganz unterschiedlichen biografischen Positionen?

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Christoph Leitgeb ist Dozent für neuere deutsche Literaturwissenschaft und forscht am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er gibt die Zeitschrift „Sprachkunst“ heraus und lehrt an den Universitäten Salzburg und Wien.
Die Presse 28.03.2020
"Leitgebs detailreiches Werk versucht, literarische Sprecharten und Annäherungen an eine Ästhetik der Unheimlichkeit nachzuvollziehen [...].Sein Resümee: Das Unheimliche lässt sich vielleicht nicht auf einen letzten, einheitlichen Begriff reduzieren. Doch die Fülle von Einzelanalysen macht die Auseinandersetzung eines literarischen Gedächtnisses mit der Erfahrung von Gewalt nachvollziehbar." (Mariele Schulze Berndt)

In einem Interview mit dem Magazin "Die Referentin" hat der Autor Christoph Leitgeb die Grundideen seines Buches erläutert. Lesen Sie das Interview auf der Webseite von Die Referentin.