Kollektives Schreiben

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Gegenüber dem einsamen Schreiben als vermeintlichem Normalfall moderner Textproduktion erarbeitet der Sammelband erstmals eine umfassende Systematisierung und Theoretisierung kollektiven Schreibens.
Der vorliegende Sammelband widmet sich in theoretischen Situierungen und historischen Fallstudien dem Schreiben von Kollektiven im doppelten Sinne. Die Beiträge beleuchten die Praktiken, Inszenierungen und Hierarchien unterschiedlicher Akteur:innen, die in gemeinsamen, nachträglichen oder konfligierenden Schreibzusammenhängen interagieren. Die Frage ist dabei, wie kollektive Textproduktion vor sich geht, wie einzelne Versatzstücke oder ganze Werke zwischen unterschiedlichen Akteuren zirkulieren und wer durch diese textuelle Bewegung wie verändert wird. Dabei wird auch das symbolische Potenzial berücksichtigt, durch das Kollektivität zum textpolitischen Moment wird: Wer tritt aus dem schreibenden Kollektiv an die Öffentlichkeit? Wer wird Autor? Wer wird vergessen?

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Daniel Ehrmann ist promovierter Germanist. Momentan ist er APART-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften am Institut für Germanistik der Universität Wien.
Thomas Traupmann studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Latinistik in Wien, Siena, Konstanz und Salzburg. Aktuell ist er Wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich.