Freundschaft erschreiben im Gegenwartsroman

Erinnerung – Projektion – Subjektivierung

Author:
Charlotte Schleiffer
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Charlotte Schleiffer widmet sich der von der Forschung bislang weitestgehend unbeachteten Konjunktur literarischer Freundschaft. Ob bei Marion Poschmann oder Uwe Timm, Elena Ferrante oder Sigrid Nunez, Bodo Kirchhoff oder Nina Bußmann: Im Gegenwartsroman muss das Alter Ego sterben oder verschwinden. Freundschaft und Schreiben als interdependente Praktiken begreifend, untersucht die Arbeit, wie die zurückbleibenden Erzähler die Lektüre der Freundesspuren und das Schreiben des Freundeslebens als Fallgeschichte zwischen Wahrheitssuche und Fiktionalisierung, Selbsthermeneutik und Selbstsorge betreiben. Aus wissenspoetologischer bzw. historischer Perspektive wird zudem die Diskrepanz zwischen den in Philosophie und Belletristik entworfenen Freundschaftsbildern sowie die erstaunliche Stabilität zahlreicher literarischer Erzählmuster und Motive eruiert: Welches ethische und anthropologische Wissen enthält der Freundschaftsroman?
Contemporary fiction has recently turned to the depiction of exclusive friendship. However, one of the two friends always dies or disappears. Why? And why does the narrator – oftentimes an accomplished novelist or scholar – fail to read and write both his enigmatic friend and his self?

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