Architekturen des Geheimnisses

Eine Wissensgeschichte des Verstecks im 20. Jahrhundert

Verstecke sind die letzten winzigen weißen Flecke auf den Landkarten einer von Wissenschaften und Aufklärungen entzauberten Welt. Mit ihnen wird erstmals eine merkwürdige Erscheinung zur Sprache gebracht, die aufgrund ihres geheimen Wesens gerade nicht in Erscheinung tritt. Sie sind ein beliebtes Motiv in den Welten von Film, Literatur und in der Presse, werden aber von den Wissenschaften ignoriert. Neben Dingen und Lebewesen werden in ihnen auch Informationen heimlich gelagert und transportiert, was nicht erst mit den digitalen Welten im 20. Jahrhundert der Fall ist. Zur heimlichen Beobachtung bevölkern neugierige Wissenschaftler, wissbegierige Ermittler und lüsterne Voyeure diesen gegenaufklärerischen Ort zur Aufklärung von Heimlichkeiten. Das gleiche Ziel verfolgen Archäologen, Historiker, Abenteurer und Ermittler, die das Heim heimsuchen und ganz unverhohlen nach Architekturen des Geheimnisses durchkämmen. Nicht zufällig verbirgt sich das Heim im Geheimnis – und andersherum.
Hiding places are the last tiny blank spaces on the maps of a world disenchanted by science and enlightenment. With them, for the first time, a strange phenomenon is brought up that, due to its secret nature, just does not appear. They are a popular motif in the worlds of film, literature and in the press, but are ignored by the sciences.

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Mathias Horstmann arbeitet derzeit an einer Geschichte der Bildagentur Berliner Bild-Bericht und ihres verlorenen Archivs. Zuvor hat er seine Promotion an der Universität Basel abgelegt und ein Architekturstudium an der FH Münster absolviert. Derzeit ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Geschichte und Theorie der Architektur.